Literaturkonzerte

Die Kombination von Musik und Sprache übt eine faszinierende Anziehungskraft aus, wenn sich Wort und Klang gleichberechtigt zu einer Kunstform vereinen. Immer wieder entwickelt Sabine Thielmann zusammen mit den Schauspielern Kai Bettermann und Hans-Peter Krüger Programme, in denen sie Texte mit Gitarrenmusik dramaturgisch geschickt verbinden. Dauer der Programme: 60 Minuten ohne Pause. Bei Bedarf sind Variationen möglich.


Liebe und Erotik sind eine Kunst, die auch literarisch Lust bereitet. Das wusste schon der Dichter Ovid im alten Rom.
Zeitlos sind seine Ratschläge zum erfolgreichen Annäherungsversuch, erstaunlich offenherzig die Anregungen fürs folgende Liebesspiel. Und bis zu moderneren Zeitgenossen wie Bert Brecht oder Kurt Schwitters hat sich nicht viel verändert. Genussvoll plastisch zelebrieren sie in ihren Texten die Wunder und Wirrnisse der Liebe.
Sabine Thielmann und Kai Bettermann haben die literarische Liebeskunst durchforstet und die Fundstücke ebenso treffsicher wie humorvoll mit virtuosen Gitarrenkompositionen vereint. Entstanden ist das Programm "Tausendfältig sind die Spiele der Liebe - oder Vorstoß ins Ungewisse", ein kurzweiliger Zickzacklauf durch die Literaturgeschichte, bei dem auch der Musikliebhaber voll auf seine Kosten kommt. Texte von Molière über Anais Nin bis Ernst Jandl, von Pablo Neruda bis Walter von der Vogelweide eingebettet in leidenschaftliche Gitarrenklänge Spaniens und Südamerikas. Ein schwül-witziger Abend – nicht nur für Verliebte!

Das Programm "Martin - ein Lutherleben" zum Lutherjahr 2017 ist in Arbeit und wird  am 2. April 2017 Premiere haben.

Martin Luther war ein Mensch der Widersprüche. Gefangen im Aberglauben des Mittelalters,  aber offen für revolutionäre Gedanken. Er hätte Bergwerksdirektor werden sollen, aber er zog das Kloster vor. Er liebte üppiges Essen, um dann an Verdauungsproblemen zu leiden. Er hatte Angst vor Hölle und Teufel und widersetzte sich dennoch dem Ablasshandel.

Mit „Martin – ein Lutherleben“ erwecken Schauspieler Kai Bettermann und Gitarristin Sabine Thielmann den Reformator - und einige seiner Zeitgenossen - zu neuem Leben. Wie war seine Beziehung zu Ehefrau Katharina, wie das Verhältnis zu seinen Kollegen? Originalzitate, Anekdoten und literarische Texte kombinieren Thielmann und Bettermann zu einem Bühnenprogramm aus szenischem Spiel und Lesung. Somit entsteht das Bild eines faszinierenden Menschen zwischen Marotten und Moral, Unsicherheit und Urvertrauen - immer augenzwinkernd und ohne Anspruch auf historische Genauigkeit.  

Gitarrenmusik vom Mittelalter bis zur Neuzeit ergänzt, kommentiert oder kontrastiert das Geschehen und fügt sich mit den Texten zu einem Gesamtwerk. Ein vergnüglicher Abend über den Menschen Martin!
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Das Programm „La Guitarra de la Mancha - Sabine Thielmann trifft Don Quijote“ taucht ein in die wunderbar poetische, witzige und lebenslustige Welt des Ritters von der traurigen Gestalt. Spanische Gitarrenmusik und Texte aus Miguel de Cervantes´ Roman ergänzen sich zu einem kurzweilig unterhaltsamen Programm, in dem weder Liebe noch Hass, weder Mut noch Feigheit fehlen.
Außerdem im Repertoire das Programm „Romeo und Julia“ – die Geschichte zweier Liebender. Luigi da Portos gleichnamige Novelle diente William Shakespeare als Vorlage für sein weltbekanntes Drama. Sabine Thielmann kombiniert den tragisch-romantischen Text mit Gitarrenmusik der frühen Barockzeit und mit zeitgenössischen Kompositionen von Richard Rodney Bennett und Hans Werner Henze. 
So entsteht ein spannungsgeladenes, atmosphärisch dichtes Gesamtwerk, das den Zuschauern ermöglicht, Romeo und Julia in einer ganz neuen, sehr intimen Dimension wahrzunehmen.
Mit "Christmas Carol - eine Weihnachtsgeschichte" von Charles Dickens ist außerdem ein weihnachtliches Programm im Repertoire. Der hartherzige Geizkragen Scrooge wird von drei Geistern heimgesucht und doch noch zu einem guten Menschen geläutert. Zusammen mit stimmungsvoller Gitarrenmusik die ideale Einstimmung aufs Weihnachtsfest.

Als Sprecher agiert in allen drei Programmen der Schauspieler Hans-Peter Krüger.